Die Schweizerischen Rheinhäfen (SRH) und der Port of Rotterdam (PoR) haben ihre Absichtserklärung zur bestehenden Kooperation für den Austausch in strategischen Themenfeldern der Hinterlandverkehre erneuert. Gemeinsam wollen die Häfen die Entwicklung des Rheinkorridors in der Verkehrs- und Infrastrukturpolitik vorantreiben, die Systeme für erneuerbare Energien in der Binnenschifffahrt aktiv fördern sowie den Datenfluss zwischen Binnen- und Seehafen ausbauen und transparent standardisieren.
Im Rahmen des Basler Netzwerkabends des «Rotterdam Port Promotion Council» erneuerten der Hafen von Rotterdam und die Schweizerischen Rheinhäfen ihr langjähriges Memorandum of Understanding, um die Zusammenarbeit zwischen den Häfen und den Regionen weiter zu stärken.
Der regelmässige Austausch zu vier Kernthemen wird weiter institutionalisiert, um sich über Entwicklungen gegenseitig zu informieren und mögliche gemeinsame Konzepte zu entwickeln. Im Fokus stehen:
Gemeinsames Eintreten für die Stärkung und Priorisierung des Rheinkorridors in der niederländischen und schweizerischen Verkehrs- und Infrastrukturpolitik – und den Ausbau der multimodalen, ökologischen Verkehrsketten.
Die strategische Bedeutung der Häfen bei der Energiewende als Drehscheiben für erneuerbare Energien. Die Häfen sind bei der Bereitstellung der notwendigen Infrastruktur, um die Versorgung, den Vertrieb und die Speicherung von neuen Energieträgern wie zum Beispiel Ammoniak, Methanol, Wasserstoff, LOHCs oder anderen ökologischen Treibstoffen von entscheidender Bedeutung. Besondere Aufmerksamkeit gilt der von beiden Häfen unterstützten Initiative «RH2INE» und den Binnenwasserstrassen bezogenen Systemen in den Häfen.
Um Abläufe und Prozesse in der Binnenschifffahrt zu beschleunigen und effizienter abzuwickeln werden durchgängige Datenflüsse vom Binnen-, in den Seehafen angestrebt. Dies beinhaltet auch die Förderung von Projekten, die zu einem vollständig digitalen Korridor zwischen Rotterdam und Basel beitragen wie beispielsweise die Unterstützung einer standardisierten Datenschnittstelle der «Port Community Systeme» RPIS und Portbase.
Last but not least wird das Verständnis und der Austausch von Informationen zur Kohlenstoffabscheidung, -nutzung und -speicherung (CCU/CCS) an beiden Enden des Rhein-Alpen-Korridors gefördert, um die Dekarbonisierung der Industrie durch diese Technologien zu unterstützen.
Die Schweizerischen Rheinhäfen freuen sich auf die weitere und intensivierte Zusammenarbeit mit dem Port of Rotterdam in diesen Themenfeldern, welche auch den Austausch für und mit den Regionen stärkt.







